Turnier – Pokerspieler

Poker – Turnierstrategie: M-Konzept und Q

Bei Turnierpoker wird der Ausdruck „M“ verwendet. „M“ ist eine Zahl, die ausdrückt, wie viele Runden an deinem Tisch du im Turnier bleibst, ohne eine einzige Hand zu spielen. Die Zahl wird wie folgt berechnet: Deine Chips werden durch die Grundeinsätze (Blinds und Antes) dividiert, die pro Runde gesetzt werden müssen. Diese Zahl ist für deine Spielweise während Turnieren absout entscheidend. Dan Harrington (siehe Bücher) sagt, wenn man beim Turnierpoker ein einziges Konzept als das wichtigste einzelne Konzept herauspicken soll, so sind es die „Inflection Points“ (M, Q und Zonensystem). In diesem Artikel beschreiben wir die Berechnung von M, Im Artikel Zonensystem ist erläutert, wie die Zahl „M“ interpretiert werden muss. Am einfachsten zu verstehen ist dies an den folgenden drei Beispielen:

Beispiel 1 (ohne Ante):

Du hast 1’200 Chips, Der Big Blind 50 ist, der Small Blind ist 25. Big Blind und Small Blind zusammen ergeben 75. 1’200 (dein Stack) dividiert durch 75 (Grundeinsätze) = 16. Somit hast du ein M von 16.

Beispiel 2 (mit Ante):

Du hast 2’300 Chips, der Big Blind 300, der Small Blind ist 150, Ante ist 25. Es sitzen 10 Leute am Tisch. Big Blind und Small Blind zusammen ergeben 450. Alle 10 Spieler am Tisch geben zusammen 250 an Ante in den Pot. Der Pot am Anfang jeder Hand ist somit 700 Chips. 2’300 (dein Stack) dividiert durch 700 (Grundeinsätze) = 3.286. Somit hast du ein M von 3.286 (es genügt, wenn du weißt, dass dein M knapp über 3 ist.

Beispiel 3 (mit Ante):
Du hast 63’000 Chips, der Big Blind ist 2’000, der Small Blind ist 1’000, Ante ist 250. Es sitzen 8 Leute am Tisch. Big Blind und Small Blind zusammen ergeben 3’000. Alle 8 Spieler am Tisch geben zusammen 2’000 an Ante in den Pot. Der Pot am Anfang jeder Hand ist somit 5’000 Chips. 63’000 (dein Stack) dividiert durch 5’000 (Grundeinsätze) = 12.6. Somit hast du ein M von 12.6 (es genügt, wenn du weißt, dass dein M zwischen 12 und 13 liegt.

Was folgern wir daraus:
1. Je höher dein „M“ desto besser!
2. Wird mit Ante gespielt, musst du die Anzahl Personen am Tisch für die Berechnung berücksichtigen!
3. Wenn man seine Chips nicht als Chips sieht, sondern mit „M“ beginnt zu denken, hat man etwas, woran man sich in jeder Turnierphase halten kann, egal wie hoch die Blinds sind.

Was bringt mir nun dieses „M“? Dies erläutern wir in unserem Artikel über das Zonensystem.
Bei unseren Tools findest du einen Excel M-Rechner mit Ermittlung der Zone für das Zonensystem, der für Turnierspieler sehr nützlich ist.

 

Q ist die Quote, welches das Verhältnis deines Chipstacks mit durchschnittlichen Stack vergleicht. Um dies berechnen zu können, musst du den durchschnittlichen Chipstack kennen (bei den meisten Online-Poker Anbietern wird dies beim entsprechenden Turnier angezeigt). Je höher Q, desto besser! Q spielt in normalen Turnieren mit einer ansteigenden Preisgeldverteilung keine grosse Rolle. Q spielt vor allem in Qualifikationsturnieren, wo die ersten X Spieler alle das gleiche Preisgeld (ein Turnierticket) erhalten, eine grosse Rolle! Bekommen die ersten 12 Spieler ein Ticket und du hast ein M von 4, aber ein Q von 1 (gleich viel Chips wie der Schnitt) und es verbleiben 14 Spieler im Turnier, so musst du nicht schnell einen Verdoppler suchen (wie im Zonensystem beschrieben). Das M gibt dir in dieser Situation jedoch vor, dass die einzigen zwei Möglichkeiten, die du hast „Fold“ oder „All-In“ sind. In dieser speziellen Turniersituation braucht es sehr gute Karten, um All-In zu gehen! Wenn dein M hoch ist, aber das Q tief, ändere nichts, denn M ist zuerst das entscheidende.

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